Die Geschichte

1895
Am 3. Februar wird das Margaretenhospital "An der Burg" durch einen Brand erheblich zerstört.

1897 
05.02.1897: Bewilligung zum Bau eines neuen Krankenhauses durch die Stadtverordnetenversammlung, Beginn des Krankenhausbaues auf dem Schadeberg im Süden Mühlhausens

1899
01.08.1899: Eröffnung des neuen städtischen Krankenhauses an der Langensalzaer Chaussee. Das Krankenhaus entspricht in allen Stücken den Anforderungen, welche an ein Krankenhaus der Neuzeit gestellt werden können:
- Niederdruckdampfheizung in Verbindung mit einer Ventilationsanlage
- Telefonanschluss
Das Krankenhaus ist für 75 Betten vorgesehen. Die Gesamtkosten betragen rund 225.000 Mark.

1920
Im Juni erwirbt das Krankenhaus eine Baracke, um in ihr eine Isolierstation einzurichten.

1922
Die bisherige Isolierstation (Baracke) ist nicht mehr tragbar. Daher wird das Dachgeschoss für das Pflegepersonal ausgebaut. Die bisher genutzten Zimmer werden für Isolierräume frei gemacht.

1923
Einrichtung einer Entbindungsstation im städtischen Krankenhaus.

1928
Die erste außerordentliche Stadtverordnetenversammlung beschließt die Aufnahme einer Anleihe in Höhe von 1 Million Mark, die für Wohnungsbauten (700.000 Mark) und für den Krankenhaus-Erweiterungsbau (300 000 Mark) verwendet werden soll.

1933
Antragstellung in Höhe von 30.000 Mark für Verbesserungen im alten Krankenhaus.

1938
Am 24. Juni zum Auftakt des 5. Kreistags der NSDAP vollzieht der Kreisleiter Vollrath den ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau des Krankenhauses an der Langensalzaer Straße. Die Bettenzahl ist mittlerweile von 105 auf ca. 180 gestiegen.
Neue Abteilungen:
- eine Bäderabteilung mit allen möglichen medizinischen Bädern
- eine Röntgenabteilung
- Operationssäle für septische und aseptische Behandlungen
- eine Kinderabteilung
- Bibliothek und Konferenzsaal
- neue Aufenthaltsräume für Schwestern und Wärter
- Luftschutz- und andere Räume

1939
Der Krankenhaus-Erweiterungsbau wird gerichtet. Auf insgesamt 605.000 RM sind die Kosten des Baues veranschlagt, der die neuzeitige chirurgische Abteilung des Krankenhauses aufnehmen wird, während die innere Abteilung im alten Bau genügend Platz findet.

1940
Eröffnung des Erweiterungsbaues. Über dem Eingang stehen die Worte: "Der Arzt hilft, die Natur heilt."

1943
Vorlage eines Berichtes durch den Meister der Schutzpolizei zur Tarnung des Krankenhauses. Ein dunkler Anstrich für Gebäude ist dringend notwendig. Beratung zur Aufstellung einer Baracke mit 28 Betten zur Unterbringung ausländischer Arbeitskräfte.

1950
Gründung des Ministeriums für Gesundheits- und Sozialwesen

1951
Das Stadtkrankenhaus wird zum Kreiskrankenhaus in Verbindung mit der Poliklinik. Es entstehen sieben Fachabteilungen.

1952
Vereinigung von Kreiskrankenhaus und Poliklinik, unter dem Namen "Kreiskrankenhaus - klinische und poliklinische Abteilung"

1953
Das Haus Leninstraße 17 wird für Zwecke einer Entbindungsstation von der Abteilung Volksbildung geräumt. Die Zahl der Entbindungsbetten wird von bisher 13 auf 30 festgelegt. Ein Ärztehaus als zweigeschossiges Gebäude ist Bauaufgabe dieses Jahres. Beginn des Baues eines einfachen Kleingebäudes als Werkstatt und Lager.

1954
Umbau des Gebäudes in der Leninstraße 17; Am 1. April Errichtung der einzigen Geburtshilfeabteilung des Kreises mit 35 Betten und 5 Frühgeburtenbetten.

1960
Baubeginn des Wirtschaftsgebäudes - am 5. Oktober kann die Richtung des Dachstuhles beendet werden. Am 20. Oktober wird in der geburtshilflichen Abteilung in der Leninstraße die 1000. Entbindung des laufenden Jahres registriert.

1961
Mit dem Ziel, qualifizierte Mitarbeiter an das Krankenhaus zu binden sowie gutes und beständiges Personal zu sichern, werden zwei zweigeschossige Wohnhäuser errichtet.

1962
Folgende Baumaßnahmen werden durchgeführt:
Fertigstellung und Inbetriebnahme des Wirtschaftsgebäudes bis 1. April; räumliche Erweiterung des Labors; Verlegung der Diabetiker-Fürsorgestelle; Ausbau der Balkons der medizinischen Männer- und medizinischen Frauenstation zu Tagesräumen der Patienten; Umbau des bisherigen Warteraumes der inneren Abteilung zu einem Patientenzimmer; Fertigstellung des Heizkanals für die Personalwohnungen am Krankenhaus; Bau eines Gewächshauses zur besseren Versorgung der Patienten; Neubau eines Verbindungsganges mit Balkon für das Krankenhaus

1963
Weiterentwicklung des Thermo-Desinfektionsverfahrens; Anschaffung eines Elektro-Röntgengerätes; Ausbau der Wäscherei zur Zentralwäscherei des gesamten Gesundheitswesens; Umbau der ehemaligen Küchenräume zu einem Kultur- und Speiseraum für die Belegschaft; Schaffung eines neuen Frauenruheraumes und Anschaffung eines Fernsehgerätes für die Kollegen und Patienten

1964
Die chirurgische Abteilung erhält einen Oszillographen und einen Spirographen. Die Herzschallschreibung wird mit Hilfe eines Sechskanalgerätes mit Pulsregistrierung weiterentwickelt. Das Krankenhaus nimmt ein automatisches Kreislaufregistriergerät, das über längerer Zeit Blutdruck, Puls- und Atemfrequenz aufzeichnet, in Betrieb. Am 1. Oktober findet die Eröffnung der Gebietsblutspendenzentrale statt.

1965
Verlegung der ehemaligen II. chirurgischen Abteilung vom Goetheweg ins Haupthaus. Beginn der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Haus am Goetheweg, um die Kinderabteilung in dieses Objekt zu verlegen. Ein Vertrag mit Herrn Dr. med. Müller von der HNO-Klinik in der Erfurter Straße ermöglicht es, 20 Betten in seinem Gebäude unterzubringen, jedoch gibt es keine Möglichkeit zum Operieren. Die geburtshilflichen Betten in der Leninstraße müssen auf 20 reduziert werden, um 15 gynäkologische Betten zu schaffen.

1966
12.11.: Übergabe des Hauses Goetheweg 109 als Kinderabteilung des Kreiskrankenhauses Mühlhausen

1969
06.10.: Übergabe der geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung in der Windeberger Landstraße 61. Für 2,6 Millionen Mark entsteht in der Kreisstadt ein moderner Klinikbau mit drei Kreißsälen, zwei Operationsräumen und einer Ambulanz. Für Neugeborene stehen 35 Betten zur Verfügung.

1973
Rekonstruktion der sanitären Anlagen (Neubau 1939) ca. 80.000 Mark. Erweiterung der Bettenzahl in der Frauenklinik. Die Abteilung umfasst zu dieser Zeit 80 Betten: 35 geburtshilfliche Betten und 37 Säuglingsbetten, 35 gynäkologische Betten und 10 präpartale Betten.

1975
03.03: Übergabe der Intensivtherapiestation im Kreiskrankenhaus

1978
Fertigstellung des Gebäudes der Verwaltung 2 als zweigeschossiges Bürogebäude mit angebautem Werkstattlagerteil

1982
In dem neuen Mehrzweckgebäude, einem eingeschossigen und unterkellerten Bau, findet die Apotheke ihren Platz.

1983
Erweiterungsbau: Erhöhung der Gesamtbettenkapazität auf 631 Betten durch Neuschaffung einer Station mit 15 Betten zur Betreuung von Risikoschwangerschaften.

1985
Die Pflegestation wird als eingeschossiges Klinikgebäude fertiggestellt.

1986/1987
Die Rekonstruktion des Altbaus wird beschlossen. Voraussichtliche Kosten: 407.000 Mark. 1987 erfolgt die Rekonstruktion des Altbaus.

1988
11.10.: Übergabe der modernen elektrokardiographischen Abteilung

1989
26.01.: Übergabe der medizinischen Männerstation; Ausbau des Verbindungsgebäudes zum Eingangsbauwerk des Reko-Anbaus

1990
Erweiterung des Westflügels des Altbaus von 1899

1991
Der Vorstand des Kreiskrankenhauses plant nach eigenen Angaben einen Erweiterungsbau an das bestehende Haupthaus in der Langensalzaer Landstraße mit der Absicht, sämtliche Außenhäuser zu einem Klinikum zu vereinen.

1992
Mitte März werden drei modern ausgestattete Operationssäle mit sämtlichen dazugehörigen Nebeneinrichtungen ihrer Bestimmung übergeben.

1993
Folgende Vorhaben werden realisiert:
Vergabe der radiologischen Niederlassung nach Sanierung und Einbau neuer Röntgengeräte einschließlich eines Computertomographen in einem neu errichteten Containergebäude; Installation von Telefon und TV in den Patientenzimmern; Fertigstellung des Westanbaues mit der Erweiterung der orthopädischen Station, der Ambulanzräume, einem ambulanten Operationsraum und dem Eingangsbereich

1994
Inbetriebnahme der vollständig sanierten Abteilung für physikalische Therapie. Erweiterung der Unfallstation; Sanierung der orthopädischen Station

1995
Auf Beschluss des Kreistages erhält das ehemalige Kreiskrankenhaus am 1. Februar den Namen Kreiskrankenhaus "Unstrut-Hainich".

1996
Am 17. Dezember erfolgte der 1. Spatenstich des Neu- und Erweiterungsbaues.

1997
26.05.: Grundsteinlegung für eines der größten Krankenhausobjekte Thüringens auf dem Gelände an der Langensalzaer Landstraße

1998
Erweiterungsbau wird zwei Jahre eher fertig. Vor den Augen von Thüringens Gesundheits- und Sozialministerin Irene Ellenberger (SPD) wurde am 16. Juni um 14:15 Uhr die Richtkrone auf den Erweiterungsbau des Kreiskrankenhauses Unstrut-Hainich gesetzt.
15.Juli - Das Kreiskrankenhaus Unstrut-Hainich wird in eine gemeinnützige GmbH in Kommunalträgerschaft des Landkreises umgewandelt.

2000
Am 7.Mai 2000 wurde nach 28 Monaten Bauzeit der 1. Bauabschnitt offiziell der Bestimmung übergeben.

2002
Das Unstrut-Hainich Kreiskrankenhaus gGmbH in Mühlhausen gehört seit März 2002 als Tochtergesellschaft zur Hufeland Krankenhaus GmbH Bad Langensalza.

2003
30.05.: Übergabe des Fördermittelbescheides für den 2. BA durch Herrn Minister Pietzsch

2004
März: Anschaffung eines 3D- und 4D-Ultraschallgerätes für die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe
01.04.: Beginn der Zertifizierung des Qualitätsmanagements

2005
Januar: Inbetriebnahme der Intermediate Care Station
Februar: Anschaffung eines Navigationssystems für Knie- und Hüftgelenksoperationen
28.04.: Spatenstich zum 2. BA mit Herrn Ministerpräsident Althaus
24.08.: Grundsteinlegung für den 2. BA

2006
03.02: Übergabe der KTQ-Zertifikate
01.03.: Inbetriebnahme der Kurzzeitpflegestation "Altstadtblick"